Donnerstag, 25. Oktober 2012

Abschiedspredigt von Prophet Muhammad (sav)




Abschiedspredigt von Prophet Muhammad (sav) (Gottes Friede und Segen seien auf ihm)

Bismillahirrahmanirahim,

Lob sei Allah ! So loben wir Ihn, bitten Ihn um Hilfe, flehen Ihn um Verzeihung an und wenden uns zu Ihm Wen Allah, den kann niemand
irreleiten, und wen Allah irregehen lässt, für den gibt keinen, der ihn rechtleitet.

Ich bezeuge, daß es keine Gottheit außer Allah gibt Ihn allein, der keine Gefährten hat. O ihr Leute, hört auf meine Worte; denn ich glaube
nicht, daß ich und ihr wieder in einer solchen Versammlung zusammenkommen werden und das ich nach diesem Jahr noch eine Pilgerfahrt machen werde.

O Ihr Leute, Allah sagt:" O ihr Menschen, wahrlich wir haben euch geschaffen von einem männlichen und einem weiblichen und haben euch
zu Völkerschaften und zu Stämmen gemacht, so daß ihr einander kennt Wahrlich, der edelste unter euch vor Allah ist der Gottesfürchtige
unter euch" (49/13)


Ein Araber ist nicht vorzüglicher als ein Nichtaraber, noch ein Nichtaraber vorzüglicher als ein Araber; Ein Schwarzer ist nicht
vorzüglicher als ein Weißer, noch ein Weißer als ein Schwarzer, außer durch Frömmigkeit. Wahrlich alle Dinge aus der Dschahilija ( Zeit der Unwissenheit vor dem Islam) sind nun unter meinen Füßen abgeschafft. Die Blutrache der Dschahilija ist aufgehoben.....

Die Wucherzinsen aus der Dschahilija sind aufgehoben... All dies ist aufgehoben

Ihr Leute, wahrlich euer Blut, euer Eigentum und euere Ehre sind unantastbar, bis Ihr euerem Herrn gegenübersteht ebenso wie der jetzige Tag und der jetzige Monat und diese euere Stadt Heilig sind Ihr Leute, ihr habt ein gewisses Recht Über euere Frauen, und sie haben ein gewisses Recht über euch.

Sie haben euch gegenüber die Pflicht, nicht euer Bett entehren zu lassen und kein offenkundige Unmoral zu begehen ...

Nichts, was dem Bruder gehört, ist einem erlaubt , es sei denn, er gebe es gerne und freiwillig. Tut euch nicht selbst Unrecht.

Ihr Menschen, jeder Muslim ist der Bruder des Anderen, und wahrlich,die Muslime sind Brüder Kehrt nach mir nicht zum Irrtum zurück,
so daß ihr euch die Köpfe abschlagt.

Wenn euch ein schwarzer Sklave ...befiehlt und euch durch das Buch Allah´s leitet, so hört auf ihn und gehorcht ihn !

Ihr Leute, es gibt keinen Propheten nach mir und keine (neue Religiöse) Gemeinschaften, Umma, nach euch

Und ich habe euch etwas hinterlassen, wodurch ihr in der Folge nie mehr irregehen werdet, wenn ihr euch daran haltet: das Buch Allah´s

Und hütet euch davor, in religiösen Dingen die Grenzen zu überschreiten, denn die jenigen, die vor euch waren, sind durch überschreiten
der Grenzen der Religion ins verderben gestürzt worden

Wahrlich, dienet eurem Herrn, betet fünfmal Täglich, fastet in dem Monat (Ramadan), zahlt eure Almosensteuer auf euren Besitz mit Guten
Willen, und vollzieht die Pilgerfahrt zum Hause Allah´s und gehorcht den Herrchenden; so werdet ihr ins Paradies eingehen.

Wer Anwesend ist künde dies dem Abwesenden, denn gar viele, denen esmitgeteilt wird, sind aufmerksamer als die, die zuhören.

Wenn ihr über mich befragt würdet, was würdet ihr sagen?

Sie antworten: „Wir bezeugen das du das anvertraute Gut recht gezahlt hast und die Botschaft mitgeteilt hast und uns guten Rat gegeben
hast".

Da sprach der Gesandter Allah´s (s.a.s) seinen Zeigefinger gegen den Himmel hebend und auf die Leute deutend: Allah, bezeuge, O Allah,
bezeuge, O Allah bezeuge !

Der Prophet Muhammed (s.a.v) hielt diese Predigt bei der letzten Wallfahrt in Mekka (632).

Aussprüche des Propheten Muhammad (s.a.v.) 1






Die Sucht nach mehr richtet die Menschheit zugrunde.

Wer an Wissen zunimmt aber nicht an Leitung, der nimmt in Bezug auf Gott nur an Entfernung zu.

Gott hat sich selbst Barmherzigkeit vorgeschrieben. Wahrlich, er wird euch versammeln zum Tage der Auferstehung, dem unzweifelhaften.

Alleinsein ist besser als ein schlechter Gesellschafter, aber ein rechtschaffener Gefährte ist besser als Alleinsein.

Bemitleidet drei: den Reichsten seines Volkes, wenn er verarmt; den Mächtigsten seines Volkes, wenn er erniedrigt wird, und einen Gelehrten, mit dem sich die Dummen amüsieren.

Bezahle den Arbeiter, bevor sein Schweiß getrocknet ist.

Die Welt ist ein Kerker für den Gläubigen und ein Paradies für den Ungläubigen.

Die Welt und das Jenseits sind wie zwei Waagschalen; wenn die eine schwer wird, wird die andere leicht; sie sind wie Ost und West, wie zwei Ehefrauen: wenn du die eine zufriedenstellst, erzürnst du die andere.

Im Westen gibt es ein Tor, das für die Reue offensteht; seine Spannweite ist siebzig Jahre, und's wird nicht geschlossen, ehe die Sonne im Westen aufgeht.

Stellt euch nicht krank, sonst werdet ihr krank, und grabt euch nicht euer Grab, sonst sterbt ihr.

Samstag, 20. Oktober 2012

Prophet Muhammad (sav)



Prophet Muhammad (sav) ist der letzte Gesandte Gottes. Ihm hat Gott sein Wort, den Koran, innnerhalb von 23 Jahren offenbart. Er ist Vorbild für die Muslime. Seine Aussprüche, Verhaltens- und Lebensweisheiten wurden von seinen Gefährten festgehalten und überliefert.

Er wurde um das Jahr 570 n. Chr. in Mekka auf der Arabischen Halbinsel geboren und gehörte dem Stamm der Quraish an. Seine Abstammung geht auf den Propheten Ismael, den Sohn Abrahams und Hagars, zurück. Der Prophet verlor früh seinen Vater Abdullah und seine Mutter Aminah. Als Vollwaise wuchs er zunächst bei seinem Großvater Abd’al-Muttalib, später bei seinem Onkel Abu Talib auf.
Der Götzendienst (Polytheismus) war zur damaligen Zeit in Mekka sehr verbreitet. Die gesellschaftlichen Lebensumstände dort waren schlecht und grausam.
Der Prophet entwickelte sich bereits vor seiner Gottesgesandtschaft für seine Umwelt und Mitmenschen zu einer vertrauenswürdigen Persönlichkeit und erhielt demgemäß den Beinamen ´Muhammd el-Amin´ [ ‘Muhammad der Vertrauenswürdige’]. Jedermann vertraute ihm seine wertvollsten Gegenstände an, die er sonst niemandem übergeben konnte. Gott erwählte ihn als seinen letzten Propheten und bereitete ihn auf seine große Aufgabe vor. Er galt als eine fehlerfreie, makellose Persönlichkeit und war vor Sünden beschützt.
Etwa im Alter von 25 Jahren heiratete der Prophet Khadidja, für die er bereits Handelsbeziehungen übte. Sie hatten zwei gemeinsame Söhne und vier Töchter.


Offenbarung und Botschaft
Im 40. Lebensjahr (610 n. Chr.) erhielt er die erste Offenbarung Gottes durch den Engel Gabriel auf dem Berge Nur. Dorthin zog er sich bereits öfter zurück, um über die unmoralische Lebensart seiner Gesellschaft nachzudenken, bevor er mit der Gottesgesandtschaft ausgezeichnet wurde.
Vers für Vers, Abschnitt für Abschnitt vervollständigte Gott der Allerbarmer seine Offenbarung in 23 Jahren. Die erste Aussage der Offenbarung Gottes an seinen Gesandten lautete:

„Lies, im Namen deines Herrn, der erschaffen hat,
Er schuf den Menschen aus einem Klumpen Blut.
Lies!, denn dein Herr ist der Allgütige,
Der (den Menschen) lehrte durch die Feder,
den Menschen lehrte, was er nicht wusste.“ [Koran 96/1-2].
Mit diesen göttlichen Worten begann sein Prophetentum und die Welt konnte sich nun auf die Barmherzigkeit Gottes freuen: „Wir entsandten dich nur als eine Barmherzigkeit für alle Welten“. [Koran: 21/107.]
Die universale Botschaft, die Gott durch seinen Gesandten den Menschen verkündigte, sollte die Gesellschaft verändern.. So kam es zu Gerechtigkeit unter den Menschen und zur Abkehr vom Bösen. Seine Botschaft betonte besonders die hohen moralischen Werte und die Gerechtigkeit. Dies wird in der Sura 68 Vers 4 des Koran deutlich: „Und du besitzest ganz sicherlich hohe moralische Eigenschaften“.
Der Prophet sagte dazu selbst: „Ich wurde entsandt, um hohe edle Charakterzüge zu vervollkommnen“. So erbten wir die prophetischen Werte wie Sanftmut, Friedfertigkeit und Toleranz. Eine Eigenschaft des Propheten war auch, sanftmütig (halim) zu sein. Die Quelle seiner Moral und der Toleranz ist der Koran.

Toleranz und Mitmenschlichkeit
Sowohl in den heiligen Schriften wie mystischen Büchern, als auch in Werken der Philosophie und Weisheit, taucht der Begriff Toleranz als die wichtige Charaktereigenschaft immer wieder auf. Die Tradition der Toleranz findet ihre Akzeptanz und Fortsetzung ebenfalls in der Spiritualität und Frömmigkeit des Islam.
So legten Gott und der Prophet des Islam allen Menschen gegenseitige Toleranz ans Herz. Deshalb sollte ein Muslim mit Andersdenkenden und Andersglaubenden gütig umgehen und deren Einstellungen und Meinungen respektieren. Darüber lesen wir im Koran: „Euch euer Glaube, mir mein Glaube.“ (109/6)
So praktizierte der Prophet selbst diese Werte und empfahl uns, tolerant gegenüber anderen zu sein. Er äußerte sich so darüber: „Ein Muslim ist ein Mensch, der mit allen gut auskommt und mit dem man auch gut auskommen kann.“
Zweifellos ist Gott der Barmherzigste der Barmherzigen, er liebt die Menschen, die Mitleid haben. Der Prophet hielt an seiner Toleranz immer fest, auch wenn das Leiden zunahm. Er besaß einen sehr sanftmütigen Charakter, mit dem er auch Böses ertragen und dulden konnte. Nicht-Muslimen tat er nie Unrecht an. Als der Prophet Muhammed in der Gebirgsstadt Taif (in der Nähe Mekkas) mit Steinen beworfen wurde, betete er zu Gott für seine Verfolger mit folgenden Worten: „O mein Herr! Erbarme dich ihrer. Denn mein Volk ist unwissend. Sie wissen nicht, was sie getan haben.“


Vorbild und Beispiel
Für Muslime ist er ohne Zweifel ein universeller Bote Gottes, der mit seiner Lehre für alle Zeiten einen vorbildlichen Charakter besitzt.
Durch seinen Sanftmut und seine Güte zeigte er einen Weg auf, der für die Menschheit bahnbrechend sein sollte.
Der Gesandte Gottes galt in seiner Umgebung als außerordentlich vertrauenswürdig, wahrheitsliebend, großzügig, hilfsbereit, freundlich, höflich und sehr bescheiden. Außerdem war er innerlich und äußerlich rein, was er auch jedem empfahl. Er war sowohl Prophet als auch Diener Gottes.
Sowohl um das soziale Leben seiner Gesellschaft, als auch um das Leben seiner Familie kümmerte er sich. Auf eine würdige Verhaltensweise gegenüber Frauen legte er großen Wert. In seiner Abschiedspredigt äußerte er sich dazu: „Ich empfehle, dass ihr die Rechte der Frauen achtet und diesbezüglich gottesandächtig handelt. Denn ihr habt ein gewisses Recht über euere Frauen, sie haben ein gewisses Recht über euch.“ Aus diesem Grund pflegte er nicht nur ihre Bedürfnisse zu erfüllen, vielmehr zeigte er sich seinen Frauen gegenüber in jeder Hinsicht behilflich und verständnisvoll.
Auch als Ehemann brachte er seiner Frau Freundschaft, Respekt und praktische Unterstützung entgegen und sagte: „Das Paradies liegt zu Füßen der Mütter“. Mit dieser Aussage verdeutlicht er, dass er die Frauenrechte, insbesondere die der Mutter für fundamental hielt.
Toleranz gegenüber Andersgläubigen und Nachbarn
Seine Lebensweise zeigte gegenüber Angehörigen anderer Religionen großen Respekt und menschliche Nähe. Er lehrte seine Anhänger, dass zu Christen und Juden eine besondere Nähe besteht und dass den Menschen die freie Wahl obliegt, den Glauben an Gott anzunehmen oder abzulehnen, und dass Muslime ihre Mitmenschen mit Güte behandeln sollen. Muhammed sah sich als Nachfolger Jesu und bezeichnete diesen als seinen „Bruder“.
Toleranz gegenüber Nachbarn ist im Islam sowohl eine soziale Aufgabe, als auch ein Gebot; denn Nachbarn kommen gleich nach der Familie.
Die Beachtung der Rechte der Nachbarn und Pflege guter Nachbarschaft war für ihn äußerst wichtig. Dabei spielte die Glaubensrichtung des Nachbarn keine Rolle.
So bekräftigte er diese Ansicht mit Nachdruck:
„Derjenige ist kein (wahrhaftiger) Gläubiger, der sich satt isst, während sein Nachbar Hunger leidet.“ Desgleichen betont er:
„Derjenige glaubt nicht, dessen Nachbarn vor seinen Missetaten nicht sicher sind.“


Hidschra (Auswanderung) und Tod
Der Prophet nahm die Einladung der muslimischen Gruppe der Stadt Yathrib (später Medinat-an-Nabi* = Medina**) an und wanderte mitsamt allen gläubigen Muslimen dorthin aus. Damit konnte er das Leben seiner Person und die Existenz seiner Gemeinde retten.
Die Auswanderung des Propheten Muhammad von Mekka nach Medina (Yathrib) erfolgte im September 622 n. Chr. In Medina schloss er mit unterschiedlichen Religionsgemeinschaften und Stämmen ein Friedensabkommen. Dank dieses Gesellschaftsabkommens lebten Juden, Christen und Muslime in dieser Stadt ziemlich friedlich zusammen. Das Abkommen bildete die Grundlage für eine friedliche Koexistenz arabischer und jüdischer Stämme, die seit Jahrhunderten miteinander unfriedlich umgingen.
Auch die erste Moschee des Islam wurde vom Propheten und seinen Gefährten in Medina errichtet. Ebenso gründete er die erste Gemeinde und Gemeinschaft des Islam. Im Jahr 632 starb er in Medina wurde in der erwähnten Moschee begraben.
Die wichtigste Botschaft des Propheten des Islam damals wie heute ist das friedliche Zusammenleben aller Menschen.
Die Muslime freuen sich über die gesegnete Geburt ihres Propheten und feiern dies jedes Jahr.

Koran 49/13: O ihr Menschen, Wir haben euch von Mann und Weib erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, daß ihr einander kennen möchtet. Wahrlich, der Angesehenste von euch ist vor Gott der, der unter euch der Gerechteste ist. Siehe, Gott ist allwissend, allkundig.

Koran 35/24: Wahrlich, Wir haben dich mit der Wahrheit entsandt, als Bringer froher Botschaft und als Warner; und es gibt kein Volk, bei dem nicht früher schon ein Warner erschienen wäre.