Samstag, 26. Januar 2013

Die fünf Säulen des Islam






Die fünf Säulen des Islam

1. Schahada

2. Das Gebet 

3. Das Fasten

4. Zakat / Allmosensteuer

5. Pilgerfahrt / Hadsch


Das Glaubensbekenntnis "SCHAHADA"

La ilahe illallah, Muhammed Rasulullah: Es gibt kein Gott, außer dem einen Allah und Muhammed ist sein Gesandter und Prophet.

Die Glaubensformel fängt mit einem arabischen Verneinungswort "La ilahe" an, das etwa bedeutet:

Ich bekunde hiermit, daß ich alle Götzen mit sammt seinen Gesetzen, die von Menschenhand erdichtet worden sind ableugne.

Danach folgt der Satz "il Allah": Es gibt nur den einen Allah und Seine Gesetze im Koran, den ich als eine einzige Quelle in meinem Leben zu akzeptieren und nach deren Vorschrift ich zu gehen habe.

 Im zweiten Teil des Satzes folgt "Muhammed Rasulullah" :

Muhammed ist sein Prophet und Gesandter. Er ist eine Bezugsperson der Moslems, die seine Hadise (Hadis= Tun und Handeln des Propheten) befolgen und ihn als den letzten Propheten verehren.

DAS RITUELLE GEBET (SALAT):



Die Ausübung der religiösen Pflichten bringt den Gläubigen Allah am nächsten. Durch die Aufteilung des Gebetes, in fünf verschiedene Zeiten zu Tag und in der Nacht bringt dieses in dauernden und ständigen Kontakt mit Allah, bei dem er Zuflucht sucht gegen alle Kümmernisse und Anfechtungen des Lebens, und es führt ihn jedesmal wieder zu Allah zurück, wenn er durch die irdischen Belange sich dem Schöpfer entfremdet. Das rituelle Gebet ist ein Erwachen der Seele, eine ständige Erinnerung an die göttliche Allgegenwart, eine Reinigung der Seele und des Körpers.

 Die rituellen Waschungen bedeuten nicht nur die verschiedenen Körperteile und das Gesicht zu reinigen, sondern sie sind ein Symbol für die Reinigung der Seele und die Vorbereitung des Gläubigen auf seine Begegnung mit dem Allmächtigen im Gebet, mit einem reinen Herzen, das keinen Haß kennt, noch Groll gegen einen anderen, mit einer ergebenen Seele, die sich aber nur Allah hingibt und sich nur vor seinem Schöpfer neigt und in Demut niederfällt.

 Ganz unabhängig von diesen großen Tugenden bringt das Gebet noch zahlreiche soziale Vorzüge mit sich. Das Gebet in der Gemeinschaft ist siebenundzwanzigmal mehr Wert als das Gebet, das man alleine verrichtet. Der Mensch, der sich im Gebet zu seinen Brüdern gesellt, bildet mit ihnen eine feste und uneinnehmbare Einheit, so daß das in der Gemeinschaft verrichtete Gebet ein Zeichen für die Einheit, die Solidarität und die gegenseitige Hilfeleistung der Gemeinschaft bedeutet.

 Es erfüllt ihn mit der Liebe, welche die Herzen der Gläubigen vereint und verbindet. Das Gebet ist ein praktikables Beispiel für die islamische Gleichheit der sozialen Strukturen. Der Reiche steht neben dem Armen und der Regierende neben dem Regierten an einer Linie, Schulter an Schulter. Vor Allah sind sie alle gleich, vereint in ein und derselben Gemeinschaft, in der Übereinstimmung der Herzen und den Blick nach der Ka'aba gerichtet.

Außer dem in der Gemeinschaft verrichteten Gebet bieten sich dem Gläubigen mannigfaltige Gelegenheiten, sich mit seinen Mitbrüdern in der geheiligten Umzäunung zu vereinen und zu versammeln zum gemeinsamen Gebet am Freitag oder zum Gebet an den beiden großen Festen.

Die Allmosensteuer / Zakat:


 Sie besteht aus einer geringen Erhebung, die von dem Einkommen und Gehalt des jeweiligen Muslims vorgenommen wird, wenn diese eine gewisse Höhe (Nisab) erreicht.

 Die Zahlung dieser Abgabe ist ein Akt der Anbetung vom Allah und ein Zeichen für die Liebe, die der Muslim zu dem Schöpfer hegt. Auf Grund ihrer großen Bedeutung wird sie in mehreren Stellen des Koran dem Gebet gleichgesetzt, um dem Gläubigen zu zeigen, daß das Gemeinwohl der Gesellschaft gegenüber dem Willkür des Einzelnen vorgezogen wird.

Die Allmosensteuer ist über die Bedeutung - als eine Ausführung des Glaubensaktes - hinaus ist die Abgabe eine Läuterung des Reichtums und Grundstein für neue Wohlhabenheit. Sie übt den Gläubigen in der Tugend des Gebens und ist ein Mittel für den Geiz und das Anhäufen von Reichtümern.

" Empfange ein Almosen von ihrem Besitz, um diesen zu reinigen und zu läutern und um sie von ihren Sünden zu erheben. " [Der Koran, 9:103]

 Die Zakat ist eine gesetzliche Einrichtung, die in einem hohen Grade eine soziale Sicherheit für alle darstellt und als der wichtigste Faktor anzusehen ist für die Verstärkung und Vervollkommnung des Wohlwollens und der gegenseitigen Barmherzigkeit und Hilfeleistung unter allen Muslimen. Denn die Abgabe, die der Reiche von seinem Vermögen abgibt, gestattet es dem Staat, dem Armen zu Hilfe zu kommen und so auf eine harmonische Art das soziale Gleichgewicht in der Gesellschaft zu bewahren.

Das Fasten (SAVM):



 Im Ramadan hält sich der Muslim strikt an das Fastengebot. Dieses Fasten erhebt den Menschen in den Rang der von Allah geehrten Engel, stärkt seinen Willen und leitet ihn an zur Tugend der Geduld vor den auf ihn zukommenden Prüfungen.

Der Islam ist eine Religion, die sowohl das Geistige / das Jenseits, als auch über das Diesseits / die weltlichen Angelegenheiten eines Muslims -bis ins kleinste Detail- vorschreibt und bestimmt.

Das Fernbleiben von jeglicher Nahrung und Getränke im Ramadan ist eines dieser Erlässe, welche das geistige und seelische aber auch das physische und weltliche Leben von einem Gläubigen umfaßt. Wenn wir diese Regelung äußerlich und sozial betrachten, so ist es eine Solidarität mit den armen, hungernden Menschen dieser Welt. Innerlich und jedem einzelnen Individuum zugerechnet, ist es ein "Abstand zu nehmen", vom Wahn des Konsums.

In dieser Gesellschaft, wo der Konsumwahn von den Medien und der Industrie mit Hochdruck gefördert wird, zieht der Muslim ein Schlußstrich über das Angebot und Unterstreicht seine menschlichen Grundzüge. Das Fasten bestärkt den Willen zur Geduld, Eigenständigkeit und die Erfüllung göttlicher Vorschriften.

Im Koran heißt es:

"O ihr, die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, wie es den Früheren vorgeschrieben ward; vielleicht werdet ihr gottesfürchtig" (Bakara:183)

Aus diesem Vers können wir entnehmen, daß das Fasten auch bei den Propheten Moses - Friede sei auf Ihm - (Volksgruppe: Juden) und Jesus - Friede sei auf Ihm - (bei den Christen), vorgeschrieben war und die Menschen sollen durch diese Enthaltung gottesfürchtig werden und keine Sünde begehen.

Ramadan; Monat der Offenbarung :

Der Ramadan ist nicht nur das Fasten an sich, sondern es hat auch eine anderweitige Bedeutung für den Muslim:

Die Offenbarung der heiligen Schrift "Koran" begann in diesem Monat und der Prophet Muhammed (Friede sei auf Ihm) lud die Menschheit ab diesem Monat -23 Jahre lang, unentwegt- zu diesem monotheistischen Glauben ´Islam´ ein. Neben dem Fastens in diesem Monat ist es für uns Muslime auch eine Erinnerung und Hochschätzung an diese Zeit, wo der Prophet seine anstrengendste Phase erlebt hat.

Dauer des Fastens:

Der ´Ramadan´ erstreckt sich über einen Monat und richtet sich nach dem Neumond. In einem Hadith (einer Überlieferung vom Propheten) sagt Muhammed (Friede sei auf Ihm) :

" Wenn ihr den Neumond seht, so fängt mit dem Fasten an und falls ihr es noch mal erblickt, so beendet es. Wen ihr aber durch die Wolken davon verhindert werdet, so vervollständigt den Monat ´Saban´ mit 30 Tagen."(Buhari)

Als eine Orientierung für den Monat ´Ramadan´ wird als Richtschnur der Neumond gewählt.

Die tägliche Dauer des Fastens wird jedoch von der Sonne bestimmt. Vor dem Sonnenaufgang (im Morgengrauen) bis zum Sonnenuntergang darf nicht gegessen, getrunken, geraucht und kein Geschlechtsverkehr betrieben werden.

Erst ab Sonnenuntergang bis zum Sonnenaufgang des nächsten Morgens sind diese erlaubt.

Die Verpflichtung zum Fasten:

Jeder Muslim, weiblich oder männlich, Jung oder Alt hat

-nach Eintritt der Volljährigkeit- dieser Pflicht nachzukommen. Die weiblichen Muslima sind ab -ca. 12 Jahren und die männlichen Muslime ab- ca.15 Jahren davon betroffen. Die Kinder fangen

natürlich einige Jahre vorher an und eifern ihren Eltern nach. Unter den Schulkameraden ist es dann ein Überheblichkeitsgrund, wenn man unter ihnen, die meisten Tage gefastet hat. Somit wird die Angewöhnung zum Fasten in frühen Stadien erreicht.

Ausnahmen (Befreiung) von der Verpflichtung zum Fasten

Es gibt natürlich auch Ausnahmen, die einen Volljährigen erlauben, die Verpflichtung aufzuschieben und in diesem Monat nicht zu fasten. Allah der Erhabene sagt im Koran:

"Gezählte Tage! Wenn aber einer unter euch krank ist oder auf Reisen, (der faste die gleiche) Anzahl von anderen Tagen; und sie, die es vermöchten (und nicht fasten), sollen zur Sühne einen Armen speisen. Und wer aus freien Stücken Gutes tut, dem soll Gutes werden; und daß ihr fastet, ist euch gut, wenn ihr es begreift."(Bakara:184)

Die jenigen also, die erkrankt oder unterwegs auf einer Reise sind, werden von dieser Verpflichtung ausgeschlossen, bis diese Umstände von ihnen entfallen.

Die gesundheitlichen Aspekte des Fastens:

Der Arzt ´Haris b. Kelde´ drückt den wesentlichen Standpunkt in einem Satz aus:

"Der Magen ist das Zentrum jeglicher Krankheiten und das Fasten ist der erste Schritt zur Heilung."

Es ist nicht zu verleugnen, daß der Gesundheit zuliebe ist, wenn auf die Mahlzeiten geachtet und weniger Nahrung konsumiert wird. Dieses wird ihnen jeder Arzt bestätigen und - ab und zu - auch als Rezept verschreiben. Die Wissenschaft unterstreicht und bekräftigt diese Tatsache.

Die maßlose Zunahme von Speisen führt zu:

Rheuma, Herzbeschwerden, Störungen am Blutkreislauf, Zuckerkrankheit oder ähnl. Beschwerden, deren Ursprung in der übertriebenen Nahrungszunahme liegen.

Wir Muslime (aber !) fasten nicht um der Gesundheitswillen oder um abzunehmen, sondern nur weil Allah es von uns so gewollt hat. Diese positiven Begleiterscheinungen sind nur die Nebenprodukte, von denen wir profitieren.

Ramadan als ein Phänomen

Dieser Fastenmonat ´Ramadan´ ist ein soziales Phänomen, von dem andere Religions-gemeinschaften, Systeme und Gesellschafts- formen nur träumen können...

Dieser Monat bricht die Barrieren zwischen Arm und Reich. Der reiche Muslim fühlt -1 Monat lang- das, was die Armen dieser Welt ihr ganzes Leben durchmachen. Sein Magen knurrt, wie die des Bedürftigen und der Ramadan verbindet ihre Gefühle. Könnte dieser Wohlhabende jemals die Armen dieser Welt für seine Machtstruktur mißbrauchen?!

Die Kapitalherrn der westlichen Gesellschaft sollten diese Variante mal in ihrem Leben in Betracht ziehen...

Im Ramadan werden noch zusätzlich die sozialen Beziehungen enger geknüpft:

- Die Eltern werden besucht;

- die Verwandten und Freunde werden

aufgesucht;

- es finden gemeinsame

´Mahlzeiten´(beim Fastenbrechen) statt;

- den Bedürftigen dieser Welt wird

gespendet und

- der leidenden Masse das Mitgefühl

ausgesprochen.

Im sozialen Bereich gibt es noch etliche Effekte, von denen wir hier nur die wichtigsten aufgezählt haben.

Durch das Fasten investiert das Individuum seine Zeit, die er ausschließlich für Zunehmen der Speisen und Abgang der Reste reserviert hat, für nützlichere Dinge im Leben, wie z. B. :

- Die Aufarbeitung des Zwischenraumes vom

letzten Ramadan bis zum diesjährigen (Jahresbilanz seiner Taten);

- Bittgebete, über die Sünden, die er begangen hat, verrichten;

- Allah um Vergebung bitten und zusätzliche Gebete verrichten.

 Das Fasten lehrt den Gläubigen, den Versuchungen zu widerstehen und läßt ihn fühlen, was sein armer Bruder fühlt. Alle leiden dann sein Leiden mit ihm, werden von Mitgefühl erfüllt und zögern nicht mehr, ihm die Last seines Lebens zu erleichtern, die schwer auf ihm liegt.

Alle diese Wohltaten gehen mit vielen anderen vom Fasten aus, ganz zu schweigen von seinem Einfluß auf geistigem Gebiet.

Die Pilgerfahrt (HADSCH):



 Wenn der Gläubige Muslim, finanziell und körperlich dazu in der Lage ist, und wenn der nach Mekka führende Weg die für die Sicherheit erforderlichen Bedingungen aufweist, so ist er verpflichtet, zum Heiligen Haus Allah´s zu pilgern:

"Die Pilgerfahrt zum Haus Allah´s ist für alle, die sie unternehmen können, eine Pflicht gegenüber Allah." [Der Koran, 3:97]

Jeder Gläubige muß einmal in seinem Leben diese Pilgerfahrt unternehmen, denn die Religion ist nachsichtig und wohlwollend. Allah legt uns keine Pflichten auf, die über unsere Möglichkeiten hinausgehen und sie übersteigen.

 Die Pilgerfahrt bringt unzählige Wohltaten mit sich. Diese religiöse Handlung kann niergend woanders ausgeübt werden. Der Gläubige schreitet mehrere Male um die Ka'aba, läuft siebenmal von dem Felsen Maruas zu dem Felsen Safa und zurück verbringt eine Nacht auf der Anhöhe von Arafat und nimmt an allen religiösen Kundgebungen teil, bei der jede Einzelne eine wahrhafte Dimension darbietet und einen tiefen Sinn in sich verbirgt.

Darüber hinaus ist die Pilgerfahrt die eindrucksvollste und bedeutendste Kundgebung

der Einheit der Muslime untereinander, die unter den Augen des Gläubigen stattfindet, zu der Hunderttausende von Gläubigen aus allen Teilen der Welt zusammenkommen, vor Allah stehen in derselben Haltung, angetan mit demselben Gewand, ohne jeden Schmuck und ohne jedes Vermögen, in allem gleich, ohne unterschied von Klassen und Privilegien ohne Unterschied von Farben und Rassen, es sei denn daß der von Allah am meisten Ausgezeichnete der Frömmste ist.

 Die Pilgerfahrt ist die fünfte Säule des Islam. Wer diese Pilgerfahrt unternimmt und zusammen mit den anderen grundlegenden Prinzipien in allem den Glaubensvorschriften nachkommt und sie befolgt, wird durch die Gnade Allah´s ein gläubiger Muslim, dem das Glück auf Erden und die Seligkeit in der anderen Welt zuteil werden. Darüber hinaus bestehen Vorschriften, die vom Dogma und dem Gesetz ausgehen, die weitere Verpflichtungen auferlegen, die der Gläubige beachten und befolgen muß, wenn sein Glaube und seine religiösen Handlungen, zu deren wichtigsten Elementen sie gehören, ihren vollen Wert behalten sollen.

Dienstag, 22. Januar 2013

Der Islam





„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.“ Dieser Satz ist aus dem Qur´an. Weiter heißt es darin: „Aller Preis gehört Allah, dem Herrn der Welten, dem Gnädigen, dem Barmherzigen, dem Meister des Gerichtstages. Dir allein dienen wir, und zu Dir allein flehen wir um Hilfe. Führe uns auf den geraden Weg, den Weg derer, denen Du Gnade erwiesen hast, die nicht (Dein) Mißfallen erregt haben und die nicht irregegangen sind“ (Der Qur´an, Sure 1:1-7).

Diese Worte bilden Al-Fatiha („Die Öffnende“), das erste Kapitel oder die erste Sure des heiligen Buches der Muslime, des Heiligen Qur´an oder Korans. Da mehr als einer von sechs Erdbewohnern ein Muslim ist und fromme Muslime diese Verse mehr als einmal in jedem ihrer fünf täglichen Gebete wiederholen, müssen sie zu den am häufigsten gesprochenen Worten auf der Erde zählen.

Gemäß der Statistik gibt es auf der Welt mehr als 1.5 Milliarden  Muslime. Der Islam ist die am schnellsten wachsende Weltreligion, er breitet sich sowohl in Afrika als auch in der westlichen Welt aus.

Die Bezeichnung Islam ist für den Muslim wichtig, bedeutet sie doch „Unterwerfung“, „Hingabe“ oder „Übergabe“ (an Allah) und drückt, wie ein Historiker schreibt, „die innerste Einstellung derjenigen aus . . ., die dem Predigen Muhammads Gehör schenkten“. „Muslim“ bedeutet „den Islam Ausübender“.

Muhammad (sav) Berufung

Muhammad (sav) wurde ca. 570 u. Z. in Mekka (arabisch: Makkah) (Saudi-Arabien) geboren. Sein Vater, Abd Allah, starb, ehe 
Muhammad geboren wurde. Seine Mutter Amina starb, als er etwa 6 Jahre alt war. Zu jener Zeit verehrten die Araber Allah. Die zentrale Kultstätte lag im Mekkatal und wurde Kaaba genannt. In dem einfachen würfelförmigen Bauwerk wurde ein schwarzer Meteorit verehrt. Nach einer islamischen Legende „wurde die Kaaba ursprünglich von Adam nach einem himmlischen Prototyp errichtet und nach der Sintflut von Abraham und Ismael wieder erbaut“ (Philip K. Hitti, History of the Arabs). Es wurde ein Heiligtum für 360 Götzenbilder, eines für jeden Tag des Mondjahres.

Als Muhammad größer wurde, begann er die religiösen Gebräuche seiner Zeit in Frage zu stellen. John Noss schreibt in seinem Buch Man’s Religions: „[Muhammad] war durch die andauernden Streitereien, bei denen es ausschließlich um die Religion und die Ehre der Koraisch-Stammesführer [Muhammad gehörte diesem Stamm an] ging, beunruhigt. Noch unzufriedener war er mit den primitiven Überbleibseln der arabischen Religion, dem götzendienerischen Polytheismus und dem Animismus, der Sittenlosigkeit bei religiösen Feiern und bei Märkten, dem üblichen Trinken, Spielen und Tanzen und dem Begraben lebender Säuglinge — unerwünschter Mädchen —, was nicht nur in Mekka, sondern in ganz Arabien praktiziert wurde“ (Sure 6:138,).

Muhammad fühlte sich zum Propheten berufen, als er etwa 40 Jahre alt war. Er hatte die Gewohnheit, allein eine Höhle auf dem nahe gelegenen Berg Hira aufzusuchen, um zu meditieren. Er behauptete, dass er bei einer dieser Gelegenheiten zum Propheten berufen worden sei. Nach muslimischer Tradition gebot ihm ein Engel — später als Gabriel identifiziert —, während er dort war, im Namen Allahs zu rezitieren. Muhammad reagierte nicht, worauf der Engel ihn packte und ihn so stark drückte, dass er es kaum aushielt. Dann wiederholte der Engel den Befehl. Und wiederum reagierte Muhammad nicht, worauf der Engel ihn wiederum würgte. Das geschah dreimal, ehe Muhammad zu rezitieren begann, was später als die erste einer Reihe von Offenbarungen betrachtet wurde, die den Qur´ an bilden. Gemäß einer anderen Überlieferung wurden 
Muhammad die göttlichen Eingebungen wie das Geläute einer Glocke geoffenbart (übersetzt aus dem Sahih von Al Buchari).

Die Offenbarung des Qur´an

Welches soll die erste Offenbarung gewesen sein, die Muhammad erhielt? Die islamischen Autoritäten stimmen im allgemeinen darin überein, dass es die ersten 6 Verse der 96. Sure sind, überschrieben Al-´Alaq, „Das geronnene Blut“. Sie lauten:

„Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Barmherzigen.
Lies im Namen deines Herrn, Der erschuf,
Erschuf den Menschen aus einem Klumpen Blut.
Lies! denn dein Herr ist der Allgütige,
Der (den Menschen) lehrte durch die Feder,
Den Menschen lehrte, was er nicht wußte“.


Gemäß einer arabischen Quelle antwortete Muhammad: „Ich kann nicht lesen.“ Daher mußte er sich die Offenbarungen einprägen, damit er sie wiederholen und rezitieren konnte. Die Araber hatten ein ausgezeichnetes Gedächtnis, und Muhammad war keine Ausnahme. Wie lange dauerte es, bis er die vollständige Botschaft des Qur´ an empfangen hatte? Man nimmt an, dass er die Offenbarungen im Laufe von 20 bis 23 Jahren erhielt, von ca. 610 u. Z. bis zu seinem Tod im Jahre 632 u. Z.

Nach muslimischen Quellen rezitierte Muhammad jede Offenbarung sofort, nachdem er sie empfangen hatte, denen, die zufällig in seiner Nähe waren. Diese prägten sie sich ein und rezitierten sie, um sie in Erinnerung zu behalten. Da den Arabern die Papierherstellung unbekannt war, ließ Muhammad die Offenbarungen von Schreibern auf damals erhältliches Material schreiben, zum Beispiel auf Schulterknochen von Kamelen, auf Palmblätter, auf Holz oder auf Pergament. Aber erst nach dem Tod des Propheten erhielt der Qur´an seine jetzige Form, und zwar unter der Leitung der Nachfolger und Gefährten Muhammads. Das geschah während der Herrschaft der ersten drei Kalifen oder muslimischen Oberhäupter.

Der Übersetzer M. Pickthall schreibt: „Alle Suren des Qur´ an hatte man schon vor dem Tod des Propheten schriftlich festgehalten, und viele Muslime konnten den ganzen Qur´ an auswendig. Aber die niedergeschriebenen Suren waren unter dem Volk zerstreut; und als . . . viele von denen, die den ganzen Qur´ an auswendig konnten, in einer Schlacht getötet wurden, sammelte man den ganzen Qur´ an und schrieb ihn nieder.“

Das Leben eines Muslims wird von drei maßgeblichen Werken geregelt: dem Qur´an, dem Hadith und der Scharia. Die Muslime glauben, daß der Qur´an in arabischer Sprache die reinste Form der Offenbarung sei, denn diese Sprache habe Gott gebraucht, als er durch Gabriel gesprochen habe. Die Sure 43:1, 2 lautet: „Bei dem deutlichen Buch, siehe, wir machten es zu einem arabischen Koran, auf daß ihr vielleicht begriffet“. Jede Übersetzung gilt demnach nur als eine Verwässerung, die der Reinheit ermangelt. Es gibt sogar islamische Gelehrte, die es ablehnen, den Qur´ an zu übersetzen. Ihr Standpunkt ist: „Übersetzen bedeutet immer verraten“, und deswegen haben „die Muslime jeden Versuch, ihn in eine andere Sprache zu übersetzen, verachtet und gelegentlich sogar verboten“, schreibt Dr. J. A. Williams, Lehrbeauftragter für islamische Geschichte.

Ausbreitung des Islams

Muhammad hatte bei der Stiftung seines neuen Glaubens große Schwierigkeiten zu überwinden. Die Bevölkerung Mekkas, selbst sein eigener Stamm, lehnte ihn ab. Nach 13 Jahren, in denen er verfolgt und gehasst wurde, verlegte er das Zentrum seiner Tätigkeit nach Jathrib im Norden, das dann als al-Mad inah (Medina) bekannt wurde, die Stadt des Propheten. Diese Auswanderung oder Hedschra im Jahre 622 u. Z. war ein bedeutsamer Meilenstein in der islamischen Geschichte, und das Datum wurde später als der Beginn der islamischen Zeitrechnung genommen.

Schließlich konnte Muhammad im Januar des Jahres 630 u. Z. fast kampflos in die Stadt Mekka einziehen, und er wurde ihr Herrscher. Da er nun die weltliche und geistliche Macht ausübte, konnte er die Kaaba von den Götzenbildern säubern und sie zur zentralen Kultstätte der Mekka pilgerfahrt machen, die noch heute ausgeführt wird.

Schon wenige Jahrzehnte nach Muhammads Tod im Jahre 632 u. Z. hatte sich der Islam bis nach Afghanistan und bis nach Tunesien in Nordafrika ausgebreitet. Im frühen 8. Jahrhundert war der Glaube des Qur´ an bis nach Spanien und bis an die französische Grenze vorgedrungen. Professor Ninian Smart schrieb in seinem Buch Background to the Long Search: „Vom menschlichen Standpunkt aus betrachtet, ist die Leistung eines arabischen Propheten des 6. und 7. Jahrhunderts nach Christus überwältigend. Menschlich gesehen, brachte er eine neue Kultur hervor. Für den Muslim war es natürlich ein göttliches Werk und Allahs Vollbringen.“

Die drei größten monotheistischen Religionen der Welt sind das Judentum, das Christentum und der Islam. Als Muhammad zu Anfang des 7. Jahrhunderts u. Z. erschien, waren die beiden ersten Religionen nach seiner Meinung vom Weg der Wahrheit abgewichen. Nach einigen islamischen Kommentatoren deutet der Qur´an an, dass die Juden und die Christen verworfen sind, indem er sagt: „. . . nicht derer, denen du zürnst, und nicht der Irrenden“ (Sure 1:7,). Warum ist das so?

In einem Kommentar zum Qur´ an heißt es: „Das Volk der Schrift ging in die Irre: Die Juden brachen ihren Bund und verleumdeten Maria und Jesus . . ., und die Christen erhoben Jesus, den Apostel, auf eine Stufe mit Gott“ durch die Trinitätslehre (Sure 4:153-176, The Holy Qur-an, Abdullah Yusuf Ali ).

Die Hauptlehre des Islams ist — ganz einfach ausgedrückt — als Schahada oder Glaubensbekenntnis bekannt, das jeder Muslim auswendig kann: „La ilaha illallah; Muhammad rasul Allah“ (Es gibt kein Gott außer Allah; Muhammad ist der Gesandte Allahs). Das stimmt mit dem Qur´ an-Text überein: „Euer Gott ist ein Einiger Gott; es ist kein Gott außer Ihm, dem Gnädigen, dem Barmherzigen“ (Sure 2:164, ). 

Über die Einzigartigkeit Gottes heißt es im Qur´ an: „Glaubet also an Allah und Seine Gesandten, und saget nicht: ‚Drei.‘ Lasset ab — ist besser für euch. Allah ist nur ein Einiger Gott“ (Sure 4:172,). Zu beachten ist indessen, dass das wahre Christentum keine Dreieinigkeit lehrt. Diese Lehre stammt aus dem Heidentum und wurde nach dem Tod Christi und der Apostel von abgefallenen Christen eingeführt.

Seele, Auferstehung, Paradies und Höllenfeuer

Der Islam lehrt, dass der Mensch eine Seele hat, die in einem Jenseits weiterlebt. Im Qur´ an wird gesagt: „Allah nimmt die Seelen (der Menschen) hin zur Zeit ihres Absterbens und (auch) derer, die nicht gestorben sind, während ihres Schlafs. Dann hält Er die zurück, über die Er den Tod verhängt hat“ (Sure 39:43, HA). Gleichzeitig spricht Sure 75 nur von der „Qiyamah“ (HA) oder der „Auferstehung“ (MH). Sie lautet auszugsweise: „Ich rufe zum Zeugen den Tag der Auferstehung . . . Wähnt der Mensch, daß Wir seine Gebeine nicht sammeln werden? . . . Er fragt: ‚Wann wird der Tag der Auferstehung sein?‘ . . . Und da sollte Er [Allah] nicht imstande sein, die Toten ins Leben zu rufen?“ (Sure 75:2, 4, 7, 41).

Nach dem Qur´ an kann die Seele verschiedene Geschicke haben: Sie kann entweder in einen himmlischen Paradiesesgarten oder zur Strafe in eine Feuerhölle kommen. Im Qur´ an heißt es: „Sie fragen: ‚Wann wird der Tag des Gerichtes sein?‘ Es wird der Tag sein, an dem sie im Feuer gepeinigt werden. ‚Kostet nun eure Pein. Das ist’s, was ihr zu beschleunigen wünschtet‘ “ (Sure 51:13-15,). „Für sie [die Sünder] ist eine Strafe im Leben hienieden; und die Strafe des Jenseits ist gewiß härter, und sie werden keinen Beschützer haben vor Allah“ (Sure 13:35,). Die Frage wird aufgeworfen: „Und was lehrt dich wissen, was das ist? — Ein rasendes Feuer“ (Sure 101:11, 12,). Dieses schreckliche Geschick wird eingehend beschrieben: „Die Unseren Zeichen Glauben versagen, die werden Wir bald ins Feuer stoßen. Sooft ihre Haut verbrannt ist, geben Wir ihnen eine andere Haut, damit sie die Strafe auskosten. Wahrlich, Allah ist allmächtig, allweise“ (Sure 4:57,). Eine andere Beschreibung der Hölle lautet: „Wahrlich, die Hölle ist ein Hinterhalt . . . die auf endlose Zeit darin bleiben müssen. Sie werden dort weder Erquickung noch Getränk kosten, es sei denn siedendes Wasser und stinkende Flüssigkeit“ (Sure 78:22, 24-26,).

Die Muslime glauben, dass das Leben mit dem Tod nicht aufhört. Die Seele des Toten geht hinter den barzakh oder die „Schranke“, an den „Ort oder in den Zustand, in dem die Menschen nach dem Tod und vor dem Gericht sein werden“ (Sure 23:99, 100). Dort ist die Seele bei Bewusstsein, und wenn der Mensch böse gewesen ist, erlebt er, was die „Züchtigung des Grabes“ genannt wird, oder wenn er gläubig gewesen ist, ist er dort glücklich. Die Gläubigen erleiden jedoch auch eine gewisse Qual, weil sie im Leben ein wenig gesündigt haben. Am Gerichtstag wird das ewige Schicksal eines jeden entschieden, womit dieser Zwischenzustand enden wird.

Dagegen werden den Gerechten himmlische Paradiesesgärten verheißen: „Die aber glauben und gute Werke tun, die wollen Wir in Gärten führen, durch die Ströme fließen, darin sie ewig weilen und immerdar“ (Sure 4:58,). „Siehe, des Paradieses Bewohner werden sich in Geschäften ergötzen, sie und ihre Gattinnen, in Schatten auf Ruhebetten sich lehnend“ (Sure 36:55, 56,). 

Der Islam und das tägliche Leben

Im Islam gibt es fünf Hauptpflichten und fünf grundlegende Glaubenssätze. Eine dieser Pflichten besteht darin, dass der fromme Muslim täglich fünfmal gegen Mekka hin betet (Salat). Am muslimischen Sabbat (Freitag) gehen die Männer zum Gebet in die Moschee, sobald sie den mahnenden Ruf des Muezzins vom Minarett der Moschee hören.



Sonntag, 6. Januar 2013

Perlen seiner Aussagen



Es wird unter Berufung auf Umar ibn al-Khattab berichtet, der sagte: Ich hörte den Gesandten Gottes sagen:

“Alle Taten werden nach ihren Absichten beurteilt, und jede Person wird ihrer Absicht entsprechend belohnt.  Wessen Auswanderung also für Gott und seinen Gesandten war, dessen Auswanderung war für Gott und seinen Gesandten; wessen Auswanderung aber für weltliche Dinge war, die er gewinnen wollte, oder für eine Frau, die er heiraten wollte, so war seine Auswanderung für das, für das er ausgewandert ist.” (Sahih Al-Bukhari, Sahih Muslim)

Hintergrund  

Dieser Hadith ist tatsächlich eine der großartigsten und wichtigsten Aussagen des Propheten Muhammad, denn er legt eines der wichtigsten Prinzipien in der islamischen Religion fest, besonders in Bezug auf die Annahme unserer Religion und unserer Taten durch Gott und allgemein aller anderer normaler und alltäglicher Tätigkeiten, mit denen sich eine Person beschäftigt.  Dieses Prinzip besagt, dass eine Tat, damit sie von Gott angenommen und belohnt wird, einzig und allein Gott gewidmet gewesen sein muss.  Dieses Konzept wird häufig „Aufrichtigkeit Gott gegenüber“ genannt, aber die genaueste Bedeutung ist „Reinheit der Absicht“. 

In einem Stadium des Lebens des Propheten befahl Gott allen Muslimen, von Mekka zum neugeborenen Islamischen Staat Medina auszuwandern.  Mit diesem Hadith gab der Prophet ein Beispiel für die beiden Arten von Menschen in bezug auf diese gottesdienstliche Handlung der Auswanderung:  

·        Das erste Beispiel ist das einer Person, die einzig und allein Gott zuliebe nach Medina ausgewandert ist, um Seine Zufriedenheit zu erreichen und um sich zu bemühen, Seinen Befehl auszuführen.  Der Prophet bestätigte, dass diese Tat einer Person dieser Art von Gott akzeptiert und die vollständigste Belohnung erzielen wird. 

·        Das zweite Beispiel ist das einer Person, die äußerlich eine gottesdienstliche Handlung erfüllt hat, aber ihre Absicht war weder die Zufriedenheit Gottes zu erreichen, noch Seinen Befehl zu auszuführen und daher wird eine Person dieser Art, obwohl sie in diesem Leben erreichen mag, was sie beabsichtigt hat, dafür nicht die Belohnung von Gott erhalten und die Tat als solche wird nicht als annehmbar betrachtet. 

Im Islam gibt es im Leben eines Menschen zwei Bereiche: den religösen und den weltlichen.  Obwohl es eine deutliche Trennung zwischen den beiden gibt, was religiöse Rechtssprechung angeht, sind sie eigentlich untrennbar, denn der Islam ist eine Religion, die sich mit Angelegenheiten der Familie, Gesellschaft und Politik ebenso beschäftigt, wie mit dem Glauben an Gott und dem Gottesdienst.  Aus diesem Grund, obgleich sich diese Aussage auf den religiösen Aspekt des Lebens einer Person zu beziehen scheint, ist sie tatsächlich auf beide anwendbar. 

Reinheit der Absicht im religiösen Bereich

Wie bereits zuvor erwähnt, legt dieser Hadith das erste Prinzip dafür fest, dass unsere Taten von Gott akzeptiert werden, das ist, dass die Taten einzig und allein Gott zuliebe verrichtet werden.  Was jene Taten betrifft,  die als eine Form religiöser Hingabe befohlen worden sind, als gottesdienstliche Handlungen bekannt, muss man sie Allein für Gott verrichten, denn Gott war es, Der diesen Dienst oder diese Tat befohlen hat und sie liebt.  Diese Taten beinhalten Dinge wie das Gebet (Salat), Fasten, die Entrichtung des Pflichtalmosens (Zakah), die kleinere oder größere Pilgerreise nach Mekka (Umrah und Haǧǧ) und alle anderen gottesdienstlichen Handlungen, die in der Religion vorgeschrieben sind.  Selbst diese Taten können äußerlich erscheinen, wie in diesem Hadith, aber um akzeptiert zu werden, ist die Absicht, welche die Person bei deren Verrichtung hat, von entscheidender Bedeutung. 

Eine Person, die irgendeine dieser Taten oder religiösen Dienste anderen Gottheiten oder anderem gemeinsam mit Gott widmet, wird niemals akzeptiert, und jemand, der solche Ketzerei begeht, begeht die größte Sünde gegen Gott, Polytheismus: Gott andere zur Seite stellen in Dingen, die speziell Ihm zustehen.  Islam ist eine Religion, die an den wahren und strengen Monotheismus glaubt und ihn praktiziert.  Dieser Monotheismus beinhaltet nicht nur, dass es nur Einen Einzigen Gott und Schöpfer gibt, sondern auch, dass dieser Gott das Alleinige Recht besitzt, dass jegliche gottesdienstlichen Handlungen und Taten nur für Ihn ausgeführt werden und für niemanden sonst.  Dieses Konzept ist es, das Gott allen Seinen Propheten zu predigen befahl, wie Er im Qur´an sagt: 

“Und doch war ihnen nichts anderes befohlen worden, als Gott treu in lauterem Glauben zu dienen und das Gebet zu verrichten und die Zakat (Almosen) zu entrichten.  Und das ist die Religion der Geradlinigkeit. ” (Quran 98:5)

Hier sehen wir, dass selbst wenn eine Person äußerlich Taten der Ergebenheit und des Gottesdienstes auszuführen scheint, wenn sie irgendein anderes Wesen in diesen Gottesdienst mit einbezieht, seien es Engel, Propheten oder rechtschaffene Menschen, dann wird diese Tat von Gott nicht akzeptiert.  Außerdem verfällt der Mensch damit der großen Sünde der Mehrgötterei.

Ein anderer Aspekt der Reinheit der Absicht ist, dass die Person nie irgendwelche Gewinne durch die religiösen Taten und gottesdienstliche Handlung zu erreichen sucht, auch wenn der Verdienst etwas Erlaubtes ist.  In dem oben erwähnten Hadith machte die zweite Person ihre religiöse Verpflichtung der Auswanderung weder für andere Gottheiten anstatt oder an der Seite Gottes, noch beabsichtigte sie etwas wirklich Schlechtes.  Ihre Absicht war eher etwas, das in der Religion erlaubt ist.  Allerdings wird die Tat trotzdem nicht von Gott akzeptiert, und die Person kann das, was sie vom weltlichen Leben beabsichtigt hat, erreicht haben oder nicht.  Wenn daher eine Person irgendeinen weltlichen Gewinn mit seiner Tat sucht, dann verringert sich der Lohn für die Tat. 

Wenn eine Person etwas wünscht, das im Islam als nicht gestattet eingestuft wird, was den religiösen Dienst und gottesdienstliche Handlungen betrifft, dann wird es als eine Sünde betrachtet.  Der Islam ist eine Religion, die zu Bescheidenheit und Selbstlosigkeit auffordert, die diejenigen verurteilt, die auf das Lob der anderen und den Genuss dieses weltlichen Lebens aus sind.  Wenn also jemand mit seinen religiösen Taten und gottesdienstlichen Handlungen das Lob der anderen sucht, dann wird seine Tat nicht nur von Gott nicht akzeptiert, sondern die Person wird auch eine Strafe im Jenseits erwarten.  Der Prophet erwähnte die ersten Menschen, die im Jenseits zum Höllenfeuer verurteilt werden, und unter ihnen sind folgende: 

“Jemand, der [religiöses] Wissen erlernt hat und es [anderen] lehrte, ebenso wie das Rezitieren des Qur´an.  Er wird [vor Gott] gebracht, und Gott wird ihm alle guten Dinge aufzählen, die Er ihm gewährt hat, und er wird sie anerkennen.  Gott wird ihn fragen: „Was hast du mit ihnen gemacht?” 

Er wird antworten: “Ich lernte [religiöses] Wissen und lehrte es [anderen], und ich rezitierte den Qur´an nur zu Deiner Ehre.“

Gott wird sagen: “Du hast gelogen!  Eher hast du [religiöses] Wissen gelernt, damit du als Gelehrter bezeichnet wirst, und du hast Qur´an rezitiert, damit du Rezitator genannt wirst, und dies wurde von dir gesagt!“  Dann wird befohlen [, ihn zu bestrafen].  Also wird er auf seinem Gesicht geschleift und ins Höllenfeuer geworfen. ” (an-Nasa’i)

Prophet Muhammad (sav) sagte:




An-Nawwas bin Sam’aan berichtete, dass der Prophet Muhammad sagte: 

“Rechtschaffenheit ist guter Charakter und Sünde ist, was dich plagt und von dem du nicht willst, dass die Menschen davon wissen.” (Sahih Muslim)

An-Nawwas bin Sam’aan war ein berühmter Gefährte des Propheten Muhammad.  Er gehörte zum arabischen Stamm von Kallaab und nach dem Tod des Propheten Muhammad siedelte er in Syrien.  

Seine Überlieferung wurde von einem Gelehrten des Hadith mit dem Namen Muslim bin Hajjah gesammelt, der 817 nChr in der Stadt Naishapur, in Nord-Ost Iran, geboren worden war und dort im Alter von 58, im Jahr 875 nChr verstarb.  Muslim begann im Alter von15, die Wissenschaft der prophetischen Hadithe zu studieren und er reiste in den Iraq, Hijaz (westliches Saudi Arabien) Syrien und Ägypten, wo er unter den Meistern des Hadith lernte, wie al-Bukhary und Ahmad ibn Hanbal.  Er stellte ein Buch zusammen, das über 9 200 Hadith enthält und als Sahih Muslim bekannt ist.  Muslimische Gelehrte betrachten es als die authentischste Zusammenstellung prophetischer Hadithe nach Sahih al-Bukhary.    

Diese Überlieferung ist wichtig, denn sie beleuchtet einige feinere Aspekte von Rechtschaffenheit und Sünde und hilft dabei, sie beide zu definieren.  Da der Islam dem Glauben und dem Gottesdienst an dem Einen Gott eine große Wichtigkeit beimißt, könnte man unrichtiger Weise denken, dass dies allein schon ausreicht, um rechtschaffen zu sein.  Dieser Hadith zeigt allerdings, dass eine der Hauptkonsequenzen des korrekten und wahren Glaubens der gute Charakter ist, und dies ist der eigentliche Aspekt der Bedeutung von Rechtschaffenheit.  Er betont einige von den Bedeutungen die wir in der Aussage Gottes finden können, die erwähnt, dass Rechtschaffenheit sich ebenso wie in der Kombination aus korrektem Glauben und vorschriftsmäßigem Gottesdienst, auch in einem angemessenem Verhalten in zwischenmenschlichen Beziehungen äußert:  

“Es ist keine Frömmigkeit, wenn ihr eure Angesichter in Richtung Osten oder Westen wendet; Frömmigkeit ist vielmehr, dass man an Gott glaubt, den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Propheten und vom Besitz – obwohl man ihn liebt – den Verwandten gibt, den Waisen, den Armen, dem Sohn des Weges, den Bettlern und (für den Freikauf von) Sklaven, dass man das Gebet verrichtet und die Zakah entrichtet.  Es sind diejenigen, die ihr Versprechen einhalten, wenn sie es gegeben haben; und diejenigen, die in Elend, Not und in Kriegszeiten geduldig sind; sie sind es, die wahrhaftig und gottesfürchtig sind.” (Quran 2:177)

Einer der hauptsächlichen  Zwecke des Gottesdienstes ist, vorteilhafte Nutzen für einen selbst und die Gesellschaft hervorzurufen.  Gott sagt über das Salah (Gebet): 

“Wahrlich, das Gebet hält von schändlichen und abscheulichen Dingen ab... ” (Quran 29:45)

Daher kann man ohne jegliche Zweifel sagen, dass der Islam kam, um die guten Verhaltensweisen zu vervollkommnen, wie es der Prophet selbst tat:

“Wahrlich, ich bin nur gesandt worden, um die edelsten Charaktereigenschaften zu vervollständigen.” (Sahih Muslim)

Da der Islam nicht nur eine Religion, sondern eine komplette Lebensweise ist, die alle verschiedenen Facetten und Aspekte einschließt, werden gute Manieren wirklich als Teil des Gottesdienstes betrachtet, durch den man dieselbe Belohnung erhält, wie wenn man andere, offensichtlichere freiwillige gottesdienstliche Handlungen verrichtet.  Der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte:

“Durch seine Manieren und sein gutes Verhalten kann der Gläubige den Rang einer Person erreichen, die regelmäßig fastet und in der Nacht betet. (Abu Dawud)

Der Prophet hat sogar versichert, dass es eine der besten gottesdienstlichen Handlungen ist, die keiner anderen nachsteht als den Verpflichtungen des Islam:  

“Am Tag der Wiedererweckung wird nichts schwerer in der Waagschale (der guten Taten) wiegen, als gutes Verhalten.  Gott haßt denjenigen, der schwört und Unanständiges spricht.” (Abu Dawud, Al-Tirmidhi)

Indem man gutes Verhalten an den Tag legt, wird man zu einem der beliebten Diener Gottes.  Der Prophet sagte:

“Die beliebtesten Diener Gottes sind bei Gott diejenigen, die das beste Benehmen haben.” (Al-Hakim)

Wenn man die Wichtigkeit der guten Charaktereigenschaften und ihre wesentliche Rolle in der Definition der Rechtschaffenheit erkennt, einem Aspekt, der ein Ziel des Islam dastellt, leitet es den Muslim dazu an, diesen Aspekt des Glaubens auch zu erfüllen, denn man kann durch bloßen Glauben und Ergebenheit zu Gott ohne guten Charakter nicht "rechtschaffen" werden.  

Aber - was wird als guter Charakter betrachtet?  In Qur´an und Sunnah finden wir zahlreiche Texte, die es als jeden Charakterzug definieren, der für die Menschen von Nutzen ist, sowohl für einen selbst wie für andere, und gleichzeitig weder allgemein noch im besonderen durch den Islam verboten ist.  Beispielsweise sagt Gott im Qur´an: 

“Die den Groll unterdrücken und den Menschen vergeben.  Und Gott liebt die Rechtschaffenen.” (Quran 3:134)

Rechtschaffenheit ist gerecht, ehrlich und freundlich mit seiner Familie umzugehen.  Der Prophet sagte:   

“Die Gläubigen mit dem vollkommensten Glauben sind diejenigen mit dem vollkommensten Benehmen und Verhalten.  Und die besten von euch sind diejenigen, die am besten zu ihren Familien sind.” (Al-Tirmidhi)

Ehrlichkeit ist ein wesentlicher Aspekt des guten Charakter, der zum Paradies führt.  Der Prophet sagte:. 

“Wahrlich, Ehrlichkeit ist rechtschaffen und wahrlich, Rechtschaffenheit führt zum Paradies.” (Sahih Muslim)

Dies sind nur wenige Beispiele der zahlreichen Texte, die den guten Charakter und das Benehmen festlegen und die Muslime ermahnen, vortrefflich darin zu sein.  Obwohl Rechtschaffenheit die Taten umfaßt, die natürlicher Weise dem Gewissen der Menschen gefallen, spielt Religion eine lebendige Rolle darin, zu definieren, welche dies sind.  Beispielsweise kann etwas, dessen Schaden größer ist als sein Nutzen, nicht als rechtschaffen bezeichnet werden, auch wenn es sonst als gut und rechtschaffen angesehen wird.  Der Prophet sagte:. 

“Es ist keine Rechtschaffenheit, dass ihr auf der Reise fastet.” (Sahieh Al-Bukhari)

Obwohl Fasten eine der lobenswertesten Taten ist, wird es hier aufgrund des Schadens, den es für den Einzelnen und seine Begleiter während einer Reise anrichten kann, nicht als Rechtschaffenheit betrachtet.  Von einem Reichen zu stehlen, um es den Armen zu geben, kann nicht als Rechtschaffenheit betrachtet werden, denn Stehlen ist von der Religion verboten. 

Zur gleichen Zeit kann eine Tat, die gelegentlich als rauh angesehen wird, ein anderes Mal als guter Charakter betrachtet werden, wie einem Kind in einem bestimmten Alter als erzieherisches Mittel einen Klaps zu geben.  Der Prophet sagte:. 

“Weist eure Kinder an zu beten, wenn sie sieben sind, und schlagt sie [wenn sie es nicht tun] wenn sie zehn sind…” (Abu Dawud)

Aus diesem Grund suchen wir die göttliche Leitung, um für uns die guten Manieren und Charaktereigenschaften anhand des Beispiels des Propheten zu bestimmen, wie Gott sagt:. 

“Du (o Muhammad) verfügst wahrlich über gute Tugendeigenchaften.” (Quran 68:4)

Gott sagt auch:.  

“Wahrlich, ihr habt an dem Gesandten Gottes ein schönes Vorbild…” (Quran 33:21)

Aischa, die Frau des edlen Propheten, wurde über seinen Charakter befragt.  Sie antwortete:

“Sein Charakter war der des Qur´an.” (Sahieh Muslim, Abu Dawud)

Im zweiten Teil dieser Überlieferung erwähnte der Prophet einen anderen feinen Aspekt der Sünde, nämlich dass Sünde das ist, was das Gewissen einer rechtschaffenen Person belastet und das sie vor anderen zu verbergen versucht.  Eine Menge Taten fallen uns da ein, wenn wir diese Worte hören. 

Gott hat jede Seele, wenn auch begrenzt, mit der Fähigkeit ausgestattet, das Wahre vom Falschen zu unterscheiden. 

“und [Er hat]ihr den Sinn für ihre Sündhaftigkeit und für ihre Gottesfurcht eingegeben.” (Quran 91:8)

Solange eine Person nach der Rechtschaffenheit strebt, weiß sie aufgrund ihres schlechten Gewissens, wenn sie etwas Falsches getan hat, auch wenn sie zahlreiche Wege finden mag, um sich für das, was sie tut, zu entschuldigen.  Sie würde niemals wollen, dass irgendjemand davon erfährt, denn sie schämt sich dafür; ihre Religion ist mit Schüchternheit, Schamhaftigkeit und Verlegenheit bereichert.  Der Prophet sagte:

“Schamhaftigkeit und Verlegenheit gehören zur Vervollkommnung des Glaubens.” (Sahieh Al-Bukhari)

Schamhaftigkeit ist etwas, das einen Menschen davon abhalten kann, Böses zu tun.  Der Prophet sagte: 

“Wenn du dich nicht schämst, dann tue, was du willst.” (Sahieh Al-Bukhari)

Schamhaftigkeit, deren höchste Stufe die Schamhaftigkeit vor Gott ist, Sünden zu begehen, es ist ein Schlüsselfaktor, um Sünden zu vermeiden und dieser Standard kann dazu verwendet werden, um zu beurteilen, ob eine Tat eine Sünde ist oder nicht. 

Diese Gefühle des Gewissens und der Schamhaftigkeit sind die natürliche Konsequenz des wahren Glaubens, und dies ist es, was die Religion des Islam in einem Menschen erschaffen will, ein islamisches Gewissen, das die Menschen durch ihre Leben führt.  

Dieses innere Gewissen ist es, das den Zustand des Herzens des Einzelnen preisgibt, ob es lebendig ist, bei der Suche nach der Wahrheit, oder tot, erfüllt von Gelüsten dieses weltlichen Lebens.  Ein Mangel an Religiösität und die Neigung zur Sünde verursachen, dass ein Mensch sein Gewissen verliert und es nicht länger als Quelle der Rechtleitung verwenden kann. 

“…Warum demütigten sie sich dann nicht, als Unsere Strafe über sie kam?  Jedoch ihre Herzen waren verhärtet, und Satan ließ ihnen alles, was sie taten, als wohlgetan erscheinen.” (Quran 6:43)

“Sind sie denn nicht im Lande umhergereist, so dass sie Herzen  haben können, um zu begreifen, oder Ohren, um zu hören?  Denn wahrlich, es sind ja nicht die Augen, die blind sind, sondern blind sind die Herzen in der Brust.” (Quran 22:46)

Das Herz kann in Verbindung mit dem Verstand und der Offenbarung, als Führer verwendet werden, um die Suche nach der Wahrheit zu erleichtern.  Das Herz von jemandem, der nach der Wahrheit sucht, ist wirklich eines, das lebendig ist, denn es ist dieses Leben und die Sehnsucht, die es veranlaßt zu suchen.  Diese Art von Menschen wird in keiner anderen Religion als der, die Gott der Menschheit bestimmt hat, Frieden für ihre Herzen finden; und solange ihre Sehnsucht nach der Wahrheit existiert, wird ihr Gewissen sie weiterhin plagen, bis sie die wahre Religion Gottes gefunden haben.  Wenn ein Mensch wirklich aufrichtig ist, dann wird Gott ihn zur Wahrheit führen:

“Denen aber, die rechtgeleitet sind, verstärkt Er die Führung und verleiht ihnen Gottesfürchtigkeit.” (Quran 47:17)

Freitag, 7. Dezember 2012

Prophet Muhammad (sav)




Prophet Muhammad (sav)


Können die Worte der Welt reichen, um dich zu erklären? 
Können die Augen die Pracht deines Gesichtes sehen? 
Können ohne dich in dieser Welt die Rosen aufblühen? 
Du bist die Rose der Rosen nur du mein Sultan, 
Prophet Muhammad, Sal lal la hu aley hi ve sellem.


Deine schöne, vorbildliche Moral erleuchtet unsere Welt 
Das Universum schweigt nicht und erzählt uns von dir. 
Fünf Mal am Tag das Gebet reinigt und poliert unser Herz 
Du bist der Sultan der Herzen nur du mein Sultan, 
Prophet Muhammad, Sal lal la hu aley hi ve sellem.


Du bist Muhammad der Vertrauenswürdige und bist schön 
Du bist der letzte auserwählte Prophet für uns alle 
Wie soll derjenige Gott erkennen, wenn er dich nicht kennt. 
Du bist der Sultan der Herzen nur du mein Sultan, 
Prophet Muhammad, Sal lal la hu aley hi ve sellem.


Von Mekka aus bist du in die Ganze Welt hineingeboren 
Gottes licht hast du mitgebracht in unsere Herzens räumen 
Bitte komme auch eines Tages zu uns in unseren träumen 
Du Sultan der herzen nur du mein einziger Sultan 
Prophet Muhammad, Sal lal la hu aley hi ve sellem.


Regeln und Verhalten beim Gebet (Du’a)





Regeln und Verhalten beim Gebet (Du’a)

1. Hab keine Zweifel im Du’a und zweifle nicht an seiner Erhörung, d. h. es soll nicht gesagt werden: „Verzeihe mir, wenn du willst.“, sondern: „Verzeihe mir!“ und sei sicher, dass 
dein Du’a erhört wird. 
Du sollst Allah mit dem ganzen Herzen rufen und es sollen dich keine deiner Sünden (egal, wie groß sie waren) daran hindern dein Du’a voller Demut zu tun, denn sogar das Du’a vom verfluchten Teufel direkt nach seiner Verfluchung wurde von Allah erhört (siehe Sura al-Hidschr 15:35-38): 
„Fluch soll auf dir (dem Teufel) sein bis zum Tag des Gerichts. Er sprach (der Teufel): `Mein Herr, so gewähre mir Aufschub bis zum Tage, an dem sie auferweckt werden.` Allah sprach: 
`Du bist unter denen, die Aufschub erlangen, bis zum Tage der bestimmten Zeit.`“ 

2. Wiederhole deine Du’a, mach es dem Propheten (s.a.s.) nach, denn wenn er Allah (t.) 
um etwas gebeten hat, tat er das drei Mal. Wenn man für jemanden bittet, soll man mit sich 
selbst beginnen. 

3. Du sollst nicht voreilig sein, d. h., du sollst nicht sagen: „Ich habe gebetet, aber mein Gebet wurde nicht erhört.“ 

4. Wähle für dein Du’a die passenden Zeiten, wie den Tag von Arafat, Ramadhaan, Laylatul Qadr, Freitag, Dämmerungszeiten und die Stunden im letzten Drittel jeder Nacht. 

5. Wähle die passenden Situationen, wie im Kampf für Allah (t.), die Zeit, in welcher der Regen fällt, Sujud im Gebet, nach den Pflichtgebeten und beim Fastenbrechen. 

6. Wähle die richtige Stimme und vergiss nicht, mit wem du sprichst. Deine Stimme soll zwischen normal reden und flüstern sein - nie laut. Denn du rufst Den Hörenden und Sehenden! Deine Lage soll demütig bis gebrochen sein und du sollst deine Armut Allah (t.) 
gegenüber ruhig zum Ausdruck bringen, denn wir sind die Armen und Er ist der Reiche. 

7. Du sollst dein Du’a mit Lobpreisungen von Allah (t.), Dank und dem Rühmen Allahs (t.) mittels seiner Eigenschaften und Namen sowie dem Segenswunsch für unseren Propheten (s.a.s.) eröffnen und ebenso sollst du es beenden. Danach sollst du mit deinen Händen über dein Gesicht streichen. 

8. Achte darauf, dass dein Essen, dein Trinken, deine Kleidung und deine ganze Habe aus Gutem/Erlaubtem  halal finanziert worden ist. Hebe deine Hände mit den Innenflächen zum Himmel und wirf deinen Blick auf den Platz deines Sujuds. 

9. Du solltest in Richtung Qiblah gewendet sein. Wenn du dich mit bekannten Du´as aus Qur´an und Sunnah begnügst, ist das gut. Wenn du freie eigene Du’a aus deinem Herzen machst, so vermeide Du’a, die ihre Wurzel nicht in unserer Religion haben.


10. Du sollst immer das Höchste verlangen. Wenn du z. B. um das Paradies bittest, bitte um al-Firdaus. 

11. Mach dich von innen für dein Du’a rein; wenn du jemandem Unrecht getan hast, gib ihm sein Recht zurück, wenn du eine Sünde begangen hast, so kehre dich zu Allah (t.) mit einer Tauba. Wende dich Allah (t.) mit dem Herzen zu, damit du einer von denen wirst, von denen Allah (t.) in Surat al-Baqarah (2:186) sagt: „Sie sollen Mir antworten, damit ich ihnen antworte.“ 

12. Unser Prophet Muhammad (s.a.s.) sagte: „Wer von den Muslimen dieser Welt Allah um etwas bittet, dessen Gebet wird Allah (t.) erhören oder Ungutes von ihm abwenden, es sei denn, er 
bittet um etwas, was nicht mit dem Islam vereinbar  ist oder seinen Verwandten schaden würde.“ 

13. Vergiss nicht deine Brüder und Schwestern in dein Du’a mit einzubeziehen. Allgemein- alle Handlungen beginnen mit „Bismi-Llah ar-Rahman ar-Rahiem“- begonnen wird Reines, Gutes (Ankleiden, Betreten des Hauses,…) mit rechts, anderes 
mit links (Entkleiden, Verlassen des Hauses,…) 

→ Bukhari 

Nach jedem Du’a An jedes Bittgebet schließt sich der Segenswunsch für unseren Propheten Muhammad (s.a.s.) 
an – die so genannte „Ibrahimia“: 

„Allahumma salli ´ala Muhammadin wa ´ala aali Muhammad, 
(Allah, schenke Muhammad Heil und der Familie Muhammads,) 
kama salaita ´ala Ibrahim wa ´ala aali Ibrahim. 
(so wie Du auch Ibrahim Heil geschenkt hast und der Familie Ibrahims.)  
Wa barik ´ala Muhammad wa ´ala aali Muhammad, 
(Und segne Muhammad und die Familie Muhammads,) 
kama barakta ´ala Ibrahim wa ´ala aali Ibrahim, fil ´alamin 
(so wie Du auch Ibrahim gesegnet hast und die Familie Ibrahims, in allen Welten,) 
Innaka hamidu-m-majiyd 
(Du bist der zu Preisende, der Rühmenswerte.)